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Wie wirkt ein Saunabad auf den Körper?
Beim Saunabad wirken im Wechsel Wärme-
und Abkühlungsreize auf den Körper. Dabei handelt es sich um
eine Vielfalt von Wirkungen.
Wärmephase
Anstieg von Körpertemperaturen (Haut + 10° C, Kern + 1° C),
Stoffwechselsteigerung im Hautorgan, Schweißabsonderung, Entschlackung,
ggf. Normalisierung des Blutdruckes, Verbesserung der Hautdurchblutung,
Entspannung von Muskeln und Psyche.

Abkühlphase
Normalisierung von Körpertemperaturen, Sauerstoffsättigung
des Blutes, Anregung der Nierenfunktion, Beruhigung der Herzfrequenz,
Übung der peripheren Blugefäße, Psychische Anregung, Erfrischungsempfindung.
Gesamwirkung
Hautreinigung und Anregung der Zellneubildung, Abhärtung, Steigerung
der Abwehr gegen Infekte, Übung des Herzens und der Kreislaufanpassung,
Anregung des Hypophysen-Nebennierenrindensystems, vegetative Umstimmung
mit allgemeinem Wohlbefinden.
Dauerwirkungen regelmäßigen Saunabadens
Vermeidung von Atemwegsinfektionen, Funktionstraining, für die Anpassung
von Blutdruck, Blutverteilung, Verbesserung der Durchblutung der Haut
und der Schleimhäute der Atemwege, ggf. der Herzkranzgefäße,
Pflege der Haut.

Auf starke Wärme reagiert der menschliche Körper mit Erweiterung
der Blutgefäße in der Haut (Hautrötung) und Schweißabsonderung.
Er tut dies mit dem Ziel, die Innentemperatur auf ihrem Normalwert von
37° C zu erhalten. Diese Bemühungen sind in der Sauna nur teilweise
erfolgreich. Obwohl von der schnell befeuchteten Körperoberfläche
in jeder Minute etwa 10 g Wasser verdampfen, reicht diese Kühlung
nicht aus, um die Temperaturen in Schale und Körperkern zu erhalten.
Die Temperatur der Haut, welche unter "Zimmerbedingungen" nur
gut 30° C betrug, steigt um nahezu 10° C auf etwa 40° C an.
Im Innern des Körpers erreicht die Temperatur 38 bis 38,5° C.
Viel Wärme dringt also in den Körper ein, als Wärmestrahlung
(Infrarot) aus den heißen Holz- und Ofenflächen, aus der umgebenden
Luft in die Haut und aus der Atemluft in die Schleimhäute der Atemwege.
Dabei wirkt die Wärmestrahlung am stärksten, weil der Wärmeübergang
aus der heißen Luft durch eine ruhende Luftschicht (Isolierschicht),
die der Haut überall anhaftet, abgebremst wird. Diese Haftschicht
ist auch der Grund, warum trotz der Trockenheit der Saunaluft nicht die
ganze Schweißmenge verdunstet, sondern zum Teil Tropfen auf der
Haut bildet und von ihr abläuft.
Die Blutgefäße im ganzen Hautorgan erweitern sich, dazu entleeren
sich Blutspeicher. Die umlaufende Blutmenge wird größer und
fließt schneller. Die Pulszahl nimmt um etwa 50 % zu. Der verstärkte
Blutstrom versorgt die Schweißdrüsen mit genügend "Material"
und verteilt Wärme aus der Haut in das Innere des Körpers.
In der Abkühlphase sollen die erhöhten Körpertemperaturen
wieder auf die Ausgangswerte absinken. Dabei vergrößert sich
auch wieder der Sauerstoffgehalt des Blutes. Infolge des Wechsels zwischen
Kaltreizen auf der Haut und en Fußwarmbädern, die eine Wiedererweiterung
der Blutgefäße reflektorisch beschleunigen, werden die Blutgefäße
in der Haut regelrecht geübt. Wurde die Wärmeeinwirkung körperlich
und psychisch als Entspannung empfunden, so bewirken die Kaltanwendungen
ein Gefühl der Erfrischung und lösen im vegetativen Nervensystem
und in wichtigen hormonellen Organen (Hirnanhangdrüse und Nebennierenrinden)
Leistungsimpulse aus, die man als milden "Stress" im Sinne eines
Übungsstresses bezeichnen kann.
Insgesamt hat das Saunabad förderliche Wirkungen auf das Hautorgan,
das Herz-Kreislaufsystem und den Wasserhaushalt. Der Abtransport von Ablagerungsstoffen
wird gesteigert, ebenso die Abwehrbereitschaft des Körpers gegen
Infekte.
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